Befremdliche Bagatellisierung durch SPD und Schwusos PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Alexander Bagus   
Sonntag, den 04. März 2012 um 18:40 Uhr

LiSL Bawirthyern kritisiert Verharmlosung des diskriminierenden Fragebogens des Münchner Jugendamtes

Den Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) Bayern ist die Verharmlosung des kursierenden Fragebogens des Münchner Jugendamtes (Link: http://www.queer.de/docs/Zusatzblatt.pdf ) durch die Lesben und Schwulen in der BayernSPD unbegreiflich. „Grüne und Rosa Liste haben ganz zu Recht diesen Vorfall publik gemacht, indem sie hier Transparenz schaffen wollen“, erklärt LiSL-Vorsitzende Charlena WIRTH.

„Auch wenn nach eigener Auskunft dieses Formular älter war, so lässt sich doch daraus nicht schließen, dass dieses nicht mehr verwendet wurde oder gar die homofeindliche Einstellung im Referat von Frau Brigitte Meier (SPD) verflogen wäre. Offensichtlich befand es sich im Umlauf, sonst wäre die prompte, Schuld eingestehende Reaktion des Jugendamtes nicht nötig gewesen“, so die Vorsitzende der Liberalen Schwulen und Lesben in Bayern und ergänzt: „Die vehemente Kritik aus den Reihen der BayernSPD an der betriebenen Aufklärung ist befremdlich und bagatellisiert den diskriminierenden Inhalt des Fragebogens.“

„Eine Entschuldigung für aufklärerisches Verhalten wie sie der bayerische Schwusos-Vorsitzende Ulf Schröder fordert,  ist völlig fehl am Platz. Im Gegenteil: Das SPD regierte Sozialreferat muss sich den Vorwurf gefallen lassen, homosexuelle Paare nicht gleich zu behandeln und dafür ist eine Entschuldigung fällig. Die Schwusos sollten sich vielmehr die Frage stellen, wessen Interessen sie vertreten: die der ewig gestrigen Behördenvertreter oder die der betroffenen homosexuellen Paare“, kritisiert WIRTH abschließend.

 
Liberale Schwule und Lesben Bayern wählen neuen Landesvorstand PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Alexander Bagus   
Dienstag, den 28. Februar 2012 um 21:34 Uhr

LiSL-Bayern-Vorstand2012München. In ihrer ersten ordentlichen Landesmitgliederversammlung nach der Gründung im Jahr 2011 wählten die Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) Bayern am Sonntag, den 26. Februar 2012, einen neuen Landesvorstand und beschlossen zudem Forderungen an die FDP und die FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag. Dabei wurde die bisherige Landesvorsitzende Charlena WIRTH in ihrem Amt einstimmig bestätigt.

Nach der Bestätigung von WIRTH wurden Alexander BAGUS (Programmatik) und Georg TZANIS (Presse) als Stellvertreter der Landesvorsitzenden ebenfalls einstimmig gewählt.

Die drei Beisitzer Ulf Dingerdissen, Dr. Michael Mattar und Francisca Novak komplettieren den neuen Landesvorstand. Weitere Informationen zu den gewählten Vorstandsmitgliedern sowie Porträts sind auf www.lisl-bayern.de abrufbar.

Die Liberalen Schwulen und Lesben Bayern konnten bereits auf ein erfolgreiches erstes Jahr zurückblicken. Sowohl die Mitgliederzahl als auch die Präsenz vor Ort sind seit der Gründung in 2011 stetig ausgebaut worden, betonte die Landesvorsitzende Charlena WIRTH, die zudem auf ein sehr aktives Wirken in der schwullesbischen Szene u.a. durch Beteiligung am Aktionsbündnis und der Koordinierungsstelle der Landeshauptstadt München verweisen konnte.

WIRTH wandte sich auch an die Freidemokraten: "LiSL bedankt sich bei der FDP für das bisher Erreichte, insbesondere für die rechtlichen Angleichungen im Beamtenrecht, bei Erbschaft- und Grunderwerbsteuer sowie bei der BaFöG-Reform." Wirth ergänzte, der Landesverband freue sich über die eingeleitete Errichtung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und werte den Antrag der FDP-Stadtratsfraktion, die Landeshauptstadt München möge bereits aktiv mit der Bundesstiftung zusammenarbeiten als wichtigen Schritt zu mehr Akzeptanz und Normalisierung im Umgang mit Homosexualität in der Gesellschaft.

Der ebenfalls anwesende Stadtrat Dr. Michael MATTAR (FDP) dankte ausdrücklich dem Landesvorstand, vorneweg der Landesvorsitzenden WIRTH für ihren tatkräftigen Einsatz sowohl für Schwule als auch für Lesben und freute sich auf eine weiter gute Zusammenarbeit in der neuen Amtszeit.

WIRTH rief alle liberal denkenden Menschen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung auf, den Verein „Liberale Schwule und Lesben“, aktiv zu unterstützen und Mitglied zu werden. Die Hauptaufgaben des neuen Landesvorstands sieht WIRTH im weiteren Wachstum im Hinblick auf Mitglieder und dem Ausbau der Programmatik.

Für eine deutliche Programmatik legte die Mitgliederversammlung mit dem Beschluss, dass die bayerischen Lehrplänen bis September 2014 dahingehend überarbeitet werden sollen, auch den ersten Grundstein. Lebenspartnerschaften (sog. Homo-Ehen) sollen darin endlich als vollwertige Lebensgestaltung dargestellt werden. "Förderung statt Diskriminierung muss auch für die bayerischen Lehrpläne gelten", hob WIRTH das Leitmotiv des Antrags hervor.

Desweiteren fordern die lesbischen und schwulen Liberalen, dass Lehrkräfte didaktische und pädagogische Leitlinien an die Hand bekommen, um in den Themenbereichen "Lesbische und schwule Lebenswelt", "Coming-Out", "Transsexualität", "Diskriminierung", "Lebenspartnerschaft" bei der Bildung von Kindern und Jugendlichen mehr Kompetenz zu erreichen. Gleichermaßen sollen im Freistaat tätige Erzieher und Kinderpfleger geschult werden und auch Mitarbeiter in kommunalen Behörden (Jugendämter) entsprechende Fortbildungsangebote erhalten.

Aus Sicht WIRTHs gibt es im pädagogischen Bereich noch großen und dringenden Nachholbedarf: "Hier gilt es anzupacken, um gerade die jungen Schwulen und Lesben die notwendige Hilfestellung zu geben. Denn noch immer gibt es viel zu viele von ihnen, die sich nicht mehr zu helfen wissen und den Freitod als einzigen Ausweg sehen."

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 28. Februar 2012 um 21:38 Uhr
 
Ganz Bayern Entwicklungsgebiet PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Alexander Bagus   
Donnerstag, den 29. September 2011 um 19:15 Uhr

wirthLiSL Bayern sieht für das gesamte Bundesland Handlungsbedarf, um jungen Lesben, Schwulen und Transgender adäquate Hilfe bieten zu können.

Die Münchner Studie „Da bleibt noch viel zu tun...!“ ist für die Liberalen Schwulen und Lesben Bayern (LiSL Bayern) ein deutliches Alarmzeichen. „Das Ergebnis der Befragung von Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe zur Situation von lesbischen, schwulen und transgender Kindern, Jugendlichen und Eltern in München ist erschreckend“, so Charlena Wirth, Vorsitzende der LiSL Bayern.

Für Wirth liegt auf der Hand, dass es von städtischer Seite das Fachpersonal besser gefördert und fortgebildet werden muss: „Wenn über zwei Drittel der 800 Befragten angeben, dass es keine Fortbildungsangebote für sie in Bezug auf den Umgang und die Hilfe für junge Lesben, Schwule und Transgender sowie in nur 13,4 Prozent der Fälle ein Aufklärungsangebot für Jugendliche gibt, dann ist das ein Armutszeugnis. Hier sind die Verantwortlichen bei den öffentlichen Trägern in die Pflicht zu nehmen, diesen Mangel abzustellen. Gleiches gilt für das fehlende Aufklärungsangebot, das noch viel leichter umgesetzt werden kann.“

Auch sieht die LiSL-Bayern Chefin das aus einer bayernweiten Perspektive: „Wenn schon das weltoffene und bunte München als belastend für lesbische, schwule und transgender Jugendliche gelten muss, dann kann sich die Situation in den anderen bayerischen Ballungsgebieten sowie im ländlichen Raum nur katastrophal darstellen. Ganz Bayern ist ein Entwicklungsgebiet in diesem Bereich.“ Wirth sieht hier auch die Staatsregierung in die Pflicht genommen: „Vor allem braucht es ein Programm zur gezielten Fortbildung für Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendhilfe. Daher fordern wir die Landesregierung auf, nicht nur die Fachleute der Kinder- und Jugendhilfe landesweit zu befragen, sondern ihnen auch die entsprechenden Kompetenzen an die Hand zu geben, um die lesbischen, schwulen und transgender Jugendlichen entsprechend unterstützen zu können.“

 
Offener Brief an Kardinal Marx PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Alexander Bagus   
Mittwoch, den 13. Juli 2011 um 05:45 Uhr

wirthSehr geehrter Herr Kardinal Marx,

nach Informationen des LSVD (Lesben- und Schwulenverband in Deutschland) werden Sie in der Berichterstattung über das Gesprächsforum der Katholischen Kirche vom „Evangelischen Pressedienst“ mit den Worten zitiert: „Der Münchner Kardinal Reinhard Marx sieht nach dem Gesprächsforum drei Schwerpunkte für Veränderungen in der Kirche: Es gehe um den Umgang mit gescheiterten und zerbrochenen Menschen, wozu er unter anderem Geschiedene und Homosexuelle zählte. (…)“

Die Liberalen Schwulen und Lesben fordern Sie auf, derart beleidigende, Menschen verachtende und diskriminierende Äußerungen zu unterlassen und sich für die geäußerten und verletzenden Worte bei Schwulen, Lesben und Geschiedenen umgehend zu entschuldigen. Sie machen mit ihren unüberlegten und herabwürdigenden Worten jegliche Reformbemühungen, Toleranzbewegungen und Aufbrüche innerhalb der (Katholischen) Kirche und auch außerhalb IhrerGlaubensgemeinschaft zunichte und greifen beispielsweise auch homosexuelle Priester an. So führen Sie das Gebot der (menschlichen) Nächstenliebe ad absurdum.

Falls Sie der Evangelische Pressedienst nicht richtig zitiert haben sollte, bitten wir um entsprechende Klarstellung.

Mit freundlichen Grüßen

gez.
Charlena Wirth
Liberale Schwule und Lesben (LiSL)
Landesvorsitzende in Bayern

gez.
Manfred Krönauer
Liberale Schwule und Lesben (LiSL)
Bundespressesprecher

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 13. Juli 2011 um 05:51 Uhr
 
„Zeichen der öffentlichen Anerkennung“ - LiSL Bayern begrüßt Denkmalbeschluss des Münchner Kulturausschusses PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Alexander Bagus   
Montag, den 30. Mai 2011 um 17:20 Uhr

wirthAuf große Freude bei den Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) Bayern ist die einstimmige Entscheidung des Münchner Kulturausschusses, ein Denkmal zur Erinnerung an die unter dem NS-Regime verfolgten und ermordeten Homosexuellen zu errichten, gestoßen. „Damit wird auch in der bayerischen Landeshauptstadt hoffentlich bald der schwulen Opfer der Nationalsozialisten gedacht werden“, begrüßt Charlena Wirth, die Landesvorsitzende der LiSL Bayern, den Beschluss.

Auch der Standort des Denkmals vor dem ehemaligen Szenelokal „Schwarzfischer“ am Oberanger/Ecke Dultstraße fand Wirths Begrüßung. „Hiermit wird die Tradition einer schwullesbischen Szene in München hervorgehoben und auch dieser erinnert“, bekräftigt Wirth. Bei der alleinigen Erinnerung an die Opfer der 12jährigen Nazi-Diktatur dürfe es aber nicht bleiben. „Lesben und Schwule wurden auch nach 1945 noch jahrzehntelang diskriminiert und auch heute noch lässt die Gleichstellung in manchen Bereichen noch sehr zu wünschen übrig. Auch in diesem Sinne soll das Denkmal mahnen“, so die Liberale.

„Der Stadtrat ist nun aufgefordert dem Beispiel des Kulturausschusses zu folgen. Auch die Einstimmigkeit hat Signalwirkung“, bekundet Wirth. Der Jury zur Benennung eines geeigneten Künstlers wünscht Wirth eine glückliche Hand: „Die Würde der homosexuellen Opfer von Verfolgung und Diskriminierung muss das Denkmal widerspiegeln, um ein wirklich identitätsstiftendes Zeichen zu sein. Ich bin davon überzeugt, dass die Jury dieser Herausforderung bei der Künstlerauswahl gewachsen sein wird.“

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 30. Mai 2011 um 17:30 Uhr
 
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