Befremdliche Bagatellisierung durch SPD und Schwusos

LiSL Bayern kritisiert Verharmlosung des diskriminierenden Fragebogens des Münchner Jugendamtes

Den Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) Bayern ist die Verharmlosung des kursierenden Fragebogens des Münchner Jugendamtes (Link: http://www.queer.de/docs/Zusatzblatt.pdf ) durch die Lesben und Schwulen in der BayernSPD unbegreiflich. „Grüne und Rosa Liste haben ganz zu Recht diesen Vorfall publik gemacht, indem sie hier Transparenz schaffen wollen“, erklärt LiSL-Vorsitzende Charlena WIRTH.

„Auch wenn nach eigener Auskunft dieses Formular älter war, so lässt sich doch daraus nicht schließen, dass dieses nicht mehr verwendet wurde oder gar die homofeindliche Einstellung im Referat von Frau Brigitte Meier (SPD) verflogen wäre. Offensichtlich befand es sich im Umlauf, sonst wäre die prompte, Schuld eingestehende Reaktion des Jugendamtes nicht nötig gewesen“, so die Vorsitzende der Liberalen Schwulen und Lesben in Bayern und ergänzt: „Die vehemente Kritik aus den Reihen der BayernSPD an der betriebenen Aufklärung ist befremdlich und bagatellisiert den diskriminierenden Inhalt des Fragebogens.“

„Eine Entschuldigung für aufklärerisches Verhalten wie sie der bayerische Schwusos-Vorsitzende Ulf Schröder fordert,  ist völlig fehl am Platz. Im Gegenteil: Das SPD regierte Sozialreferat muss sich den Vorwurf gefallen lassen, homosexuelle Paare nicht gleich zu behandeln und dafür ist eine Entschuldigung fällig. Die Schwusos sollten sich vielmehr die Frage stellen, wessen Interessen sie vertreten: die der ewig gestrigen Behördenvertreter oder die der betroffenen homosexuellen Paare“, kritisiert WIRTH abschließend.