Liberale Schwule und Lesben setzen ihre Positionen in der FDP Bayern durch

Der Landesvorstand der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) Bayern unter Leitung der Landesvorsitzenden Charlena WIRTH erarbeitete zusammen mit dem Münchner Stadtrat Dr. Michael MATTAR und dem Stellvertretenden LiSL-Bundesvorsitzenden und FDP-Bundestagskandidaten Manfred KRÖNAUER verschiedene Forderungen, die in der letzten Sitzung des FDP-Landesvorstandes in Bayern in den Entwurf des Landtagswahlprogramms übernommen wurden.

Die FDP in Bayern will damit weiter die liberale Gleichstellungspolitik fortsetzen und fordert die Öffnung der Ehe statt dem Lebenspartnerschaftsmodell. Weiter will sie das Ehegatten-Splitting für die “Homo-Ehe“ einführen und noch bestehende Vorurteile durch Aufklärung und Bildung abbauen. Die gesetzlichen Regelungen zur Angleichung sollen rückwirkend ab 2001 in Kraft treten. Insbesondere im Bildungs- und Erziehungsbereich sieht die FDP in Bayern noch größeren Nachholbedarf. So sollen beispielsweise auch Lehrpläne überarbeitet und von diskriminierenden Hinweisen befreit und über die verschiedenen Lebensformen bereichert werden. Außerdem will die FDP Bayern Projekte zur Toleranzförderung und Gewaltprävention weiter fördern und die Polizei in die Lage versetzen, homophobe Hintergründe zu erkennen. Die FDP Bayern will außerdem Abschiebungen von Flüchtlingen in Länder verbieten, in denen Flüchtlinge wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt werden.

Charlena WIRTH zeigte sich sehr erfreut, die Forderungen in dieser Klarheit im Landtagswahlprogramm untergebracht zu haben: „Die bayerische Landesvorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger setzte sich im Landesvorstand mit starker Stimme für die Aufnahme der Forderungen von LiSL Bayern ein. Wir sind überglücklich, dass die FDP Bayern unsere Forderungen übernommen hat und sehen den Landesparteitag im Januar 2013 über die Abstimmung des gesamten Wahlprogramms gelassen entgegen.“. Dr. MATTAR ergänzte: „Die CSU muss endlich aus ihrer starren Blockadehaltung heraus und in der Realität ankommen.“. Manfred KRÖNAUER kritisiert den Koalitionspartner in Bayern scharf: „Die einzigen Parteien im Bayerischen Landtag, die gegen Homosexuelle Politik machen sind CSU und Freie Wähler. Ich hoffe sehr, dass die Community anerkennt, was die FDP in Bayern trotz CSU-Starrsinn bereits bewegt hat. Ich fordere CSU und auch Freie Wähler auf, Politik nicht nur nah am Menschen, sondern für die Menschen in unserem Land zu machen. Lesben und Schwule sind nicht Menschen zweiter Klasse, wir sind gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft und so wollen wir auch behandelt werden.“.